Wer wurde in Sande gefragt??? Bevölkerung übergangen!!!

Irgendetwas läuft schief in unserer Verwaltung. Wenn man die Protokolle des Bauausschusses der Stadt Paderborn liest, könnte man meinen, dass die komplette Sander Bevölkerung hinter den Plänen stehen würde, Sande in einen Windpark zu verwandeln.

So steht in den offiziellen Protokollen des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Konversionen der Stadt Paderborn vom 16.5.2024 und 28.11.2024 unter anderem:

Auch die Sander Bevölkerung erkenne die wirtschaftliche Bedeutung der Firma (Anm. d. Red.: Wüseke) für den Standort Paderborn an und befürworte daher den Standort für die Errichtung von Windkraftanlagen.
RH Hartmann (CDU)
(Anm. d. Red.: RH = Ratsherr)

Wer repräsentiert denn für die Verwaltung die „Sander Bevölkerung“?
Wir als Betroffene wurden bisher nicht gefragt!

Im vorliegenden Fall könne man dem Vorhaben guten Gewissens zustimmen.“
SB van Koten (FDP)
(Anm. d. Red.: SB = Sachkundiger Bürger)

Das fällt einem nicht betroffenen „Sachkundigen Bürger“ natürlich deutlich leichter, wenn man dort nicht wohnt.

Sehe keine negativen Auswirkungen auf umliegende Anwohnende.
SB van Koten (FDP)
(Anm. d. Red.: SB = Sachkundiger Bürger)

Man kann natürlich nur sehen, was bereits existiert. (Also quasi, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.) Wie kann man etwas behaupten, wenn man die betroffenen Anwohner und deren Umfeld überhaupt nicht kennt? Gerne unterstützen wir Herrn van Koten vor Ort, sich ein genaueres Bild über die geplanten Anlagenstandorte und deren Umfeld zu bilden.

  • Wer hat wen gefragt? Und warum hat niemand die betroffenen Bürger gefragt, geschweige denn gezielt informiert?
  • Wie kommen der Ratsherr Hartmann und der „Sachkundige Bürger“ van Koten zu ihren Aussagen?
  • Wo sind unsere Bürgervertreter? Und wen vertreten sie gerade?

Zum nachlesen:

Protokoll der Sitzung vom 16.05.2024

Protokoll der Sitzung vom 28.11.2024

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Es gibt 4 Kommentare

  1. Die Aussage, die Zustimmung der Sander Bevölkerung zu behaupten, empfinde ich als irreführend. Nach meinem Kenntnisstand ist die Bevölkerung weder informiert noch gefragt worden.

    Solche pauschalen und falschen Darstellungen wirken auf mich unehrlich, und von Politikern, die so argumentieren , fühle ich mich nicht vertreten!!!

  2. Eines vorweg. Ich bin ein klarer Befürworter der Energiewende. Wir müssen uns global von den fossilen Energieträgern distanzieren und unser Klima und damit unsere Welt für unsere Kinder erhalten.
    Dazu zählen Windenergie ebenso wie PV-Anlagen und wassergetriebene Generatoren.
    Sind die Windräder, die in Sande entstehen sollen, gut und wichtig für dieses Ziel?
    Die Antwort lautet leider nein. Das Paderborner Land ist Standort für einen riesigen Windpark, meines Wissens nach einer der größten in Europa. Über die Attraktivität der Windmühlen lässt sich sicher streiten, ebenso wie über möglichen Schattenwurf oder die Beeinträchtigung von Zugvögeln etc.
    Wie fast immer gibt es nachvollziehbare Pro- und Contra- Argumente.
    Dafür muss aber an irgendeiner Stelle jeweils ein Nutzen erkennbar sein und diesen sehe ich hier leider nicht. Wenn ich richtig informiert bin, hat der Windpark in Paderborn eine Überproduktion von ca. 50 %.
    Früher hatte ich mich öfter gewundert, warum trotz entsprechender Luftbewegung einige Räder stillstehen. Heute weiß ich, dass die Energie daraus in diesen Momenten schlicht gar nicht benötigt wird. Es fehlt an Abnehmern. Unter anderem wegen der fehlenden Nordsüd-Trasse, die den grünen Strom in den Teil der Republik liefern könnte, der sich dieser Technik gegenüber in großen Teilen verweigert. Jedenfalls was den Standort „im eigenen Vorgarten“ angeht.
    Wenn das also so ist – und man gebe mir nachvollziehbare Fakten, wenn ich mich irre – warum sollen dann bei uns weitere Windräder gebaut werden?
    Übrigens egal ob in Sande, in der Egge oder sonst wo in OWL.
    Es drängt sich der Verdacht auf, dass es nicht um regenerative Energie geht, sondern um Publicity und letzten Endes wieder einmal um das liebe Geld.
    Betreiber erhalten über Umlagefinanzierung, sehr gute KfW-Darlehen und vermutlich andere Töpfe, die ich gar nicht kenne, sehr hohe Unterstützung. Zuwendungen, die wohl nur den Betreibern etwas bringt, da ja der ökologische Nutzen aufgrund bestehender Überproduktion ja schon im Status Quo ausbleibt.
    Die Politik täte gut daran, hier Transparenz zu zeigen und Abstand von einem Projekt zu nehmen, was keinen öffentlichen Nutzen hat.
    So wird Vertrauen verspielt, nicht zuletzt für etwaige wirklich ökologische Projekte der Zukunft, die hoffentlich zielführend sind. (aber selbstverständlich dennoch zu Kontroversen führen werden, wie es zu vermuten gilt. Und das ist in einer Demokratie auch so in Ordnung!)
    Gigantische Windräder in Sande sind derzeit jedenfalls keine gute Idee, zumal sie ja im Gegensatz zur politischen Aussendarstellung offenbar nicht mit den Bürgern vor Ort besprochen worden sind!
    Ich kann nur hoffen, dass diese Idee unter den beschriebenen derzeitigen Verhältnissen keine Mehrheit findet.

  3. …Betreiber erhalten über Umlagefinanzierung, sehr gute KfW-Darlehen und vermutlich andere Töpfe, die ich gar nicht kenne, sehr hohe Unterstützung…..
    Was zum Teufel rauchen Sie? Am besten Sie sollten beim dem Thema mal bei null anfangen und mit Menschen sprechen, die damit täglich zu tun haben. Ich dachte das Märchen von Windkraft und Subventionen sei langsam mal bei jedem angekommen!?

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