Danke und …

Wie die Überschrift schon sagt, ist es Zeit Danke zu sagen.
Allerdings wären wir nicht wir, wenn wir es dabei belassen würden.

Wie der interessierte Leser sicher schon mitbekommen hat, wurde am 27.3.2026 im Paderborner Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen über den Aufstellungsbeschluss zur Flächennutzungsplanänderung für Windkraftanlagen im Sander Bruch/Altensenne entschieden. Um es kurz zu machen, der Antrag wurde in unserem Interesse abgelehnt.

Spannend war, wie es zu dieser Entscheidung kam.

Bei den Grünen war ja relativ klar, dass deren Standpunkt ein rein ideologischer ist, der keinerlei Bezug zur Realität hat. Keine Erwartung und demnach auch keine Enttäuschung.

Die Partei „Für Paderborn“ war für uns nicht da.

Die SPD
Nachdem in der letzten Bauausschuss-Sitzung die Fraktion der ehemaligen Volkspartei als einzige nochmaligen Beratungsbedarf angemeldet hatte, äußerte sich ein Mitglied dieser Fraktion:
„Wenn wir dieses Verfahren beenden, ist der Deckel drauf“ (lt. Westfälischem Volksblatt vom 29.03.2026).
Lieber Herr Koch (SPD), hätte man hier nicht „den Deckel drauf“ gemacht, wäre dem Wildwuchs von Windkraftanlagen Tür und Tor geöffnet worden. Man hätte auch an anderen Stellen außerhalb der Wind-Vorrangzonen der Regionalplanung Plänen für Windkraftanlagen zustimmen müssen. Interessant war für uns, dass Aussagen anderer Fraktionen als „faktenfrei“ tituliert wurden, obwohl es eindeutige Studien gibt, die diese Aussagen belegen (zum Teil auch auf dieser Seite verlinkt). Wir legen nahe, vor solchen Aussagen einschlägige Studien zu recherchieren.

Sicherlich hätte man sich ein Beispiel an „die Linke“ nehmen können, die grundsätzlich diese Energieform befürwortet, jedoch aufgrund eines Gewissenskonfliktes bezüglich des Standortes in einer der letzten Bruchlandschaften im Kreis Paderborn diesem Antrag nicht zugestimmt haben, sondern sich enthielten.

Anders die FDP mit ihrer Enthaltung. Die in der neuen Westfälischen vom 06.10.2025 wie folgt zitiert wurde:
„Für weitere Neuausweisungen von Windgebieten wolle sich die Fraktion nicht einsetzen. Dies sei ‚allen Fraktionsmitgliedern‘ klar, womit auch Johannes Lackmann gemeint ist, der als Windkraftpionier bekannt wurde.
Liebe FDP: Wundert ihr Euch wirklich, warum euch die Stimmen/Wähler abwandern?

Der Standpunkt der AfD zu Windkraft ist bekannt und in der Vergangenheit mehrfach kommuniziert worden. Dieses wurde auch in der Sitzung sehr deutlich artikuliert. Scheinbar wurden durch den polemischen Auftritt eines Fraktionsmitglieds der AfD die nachvollziehbaren Argumente von den anderen Fraktionen nicht ernst genommen.

Kommen wir zur CDU. Obwohl die Fraktion in 2024 noch den Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes in diesem Gebiet mit angenommen hat, kam man, nachdem man sich mit dem Standort und den Interessen der betroffenen Anwohner intensiv auseinandergesetzt hat, die Belange der beiden Seiten abgewägt und unter Berücksichtigung der geänderten Rahmenbedingungen (dem Unternehmen wurden bereits drei Windkraftanlagen genehmigt) zu dem Ergebnis, dass diese Flächennutzungsplanänderung  nicht notwendig ist. In der Bezirksausschusssitzung am 18.02. wurde diese Entscheidung ausführlich begründet und wir sind uns sicher, dass diese innerhalb der Partei nicht einfach herbeizuführen war.

Kommen wir ein letztes Mal zur Firma Wüseke.
Das man dort bei dieser Entscheidung von einem „klaren Bekenntnis gegen den Klimaschutz, den Wirtschaftsstandort und die zahlreichen Arbeitsplätze vor Ort“ spricht, der Politik „Ignoranz Kurzsichtigkeit, und irrationalen Interessenabwägung“ vorwirft, dafür braucht man schon viel Fantasie.
Gerade dann, wenn das Unternehmen

  • bereits Genehmigungen für drei Windkraftanlagen erhalten hat
  • ihren Strom schon zu großen Anteilen aus erneuerbarer Energie bezieht
  • von Seiten der Politik in den letzten Jahren wohlwollend begleitet wurde
  • in Paderborn, einem Hotspot für Windkraft, ansässig ist

Nein, diese Vorwürfe treffen unserer Ansicht nach sicher nicht zu.

Letzten Endes muss man sich doch fragen, geht Klimaschutz ohne Naturschutz? Was ist mit Wohn- und Lebensqualität? Spricht man sich etwa gegen Klimaschutz aus, nur weil man dort keine riesigen Windkraftanlagen errichtet, wo sie eine erhebliche Auswirkung auf die Natur und Umgebung haben und die nicht einmal in einer Wind Vorrangzone liegen? Kurz gesagt, sie dort nicht aufstellt, wo es zwar für einen Investor interessant ist, sie aber definitiv nicht hingehören. Genug ist genug.

Aber lassen wir das. Zurück zum Danke.

Vielen Dank für unsere wundervolle Nachbarschaftsgemeinschaft. Wir waren für- und miteinander da, wenn es drauf ankam. Haben zusammengehalten und uns miteinander stark gemacht.

Danke auch Allen, die uns in der langen Zeit bei unseren Aktionen mit Informationen, Aufbau dieser Internetseite, Beiträgen, Impulsen, Plakaten, Räumlichkeiten, Fahrgemeinschaften, leibliche Versorgung, positiven Gedanken und… und… und… tatkräftig unterstützt haben.

Danke für unser WIR.

LASS UNS IN VERBINDUNG BLEIBEN!

Möchtest Du gerne über Neuigkeiten und Updates auf unserer Seite auf dem Laufenden gehalten werden? Abonniere unseren Newsletter. 😎

Mit dem Absenden dieses Formulares erlaubst Du uns die Verarbeitung der von Dir gemachten Angaben.
Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Es gibt einen Kommentar

  1. An alle die sich eingesetzt haben:

    Ein großes Dankeschön an euch!
    Auf dass dieses Ergebnis ein als gutes Beispiel vorangeht für andere Betroffene.

Antworte auf den Kommentar von Astrid Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Letzte Kommentare