Stellungnahme zum Artikel im Westfälischen Volksblatt vom 20.11.2025


In dem oben genannten Artikel werden einige Sachverhalte sehr einseitig, wenn nicht sogar verdreht, dargestellt. Daher möchten wir die Informationen des Artikels ergänzen bzw. im vollständigerem Kontext wiedergeben.
Eine Abschrift dieses Blogeintrags geht an das Westfälische Volksblatt mit der Bitte um Abdruck.

Es ist richtig, dass sich unsere Kritik auch an die Firma Wüseke richtet, da sie in ihrem Antrag auf Flächennutzungsplanänderung (Altensenne/Sander-Bruch) als Begründung für den Bau von drei Windkraftanlagen den hohen Energiebedarf ihrer Firma sowie der Firma Calsitherm angeführt hat. Später wurde ein Antrag auf Erweiterung des Plangebietes für ein vierte Anlage gestellt. In dem Artikel wurde erwähnt, dass für fünf weitere Windkraftanlagen (Brachvogelgrund/Wasserwerk) Anträge vorliegen, wovon für drei ein positiver Vorbescheid ausgestellt wurde und diese sich im Prüfungsverfahren befinden. Nicht erwähnt wurde, dass auch hier die Firma Wüseke bei mindestens zwei Windkraftanlagen der Antragsteller ist! Und das ist auch schon unsere einzige Kritik an die Firma Wüseke. Aus unserer Sicht liegt kein Grund vor, warum der Antragsteller den Bau von mindestens fünf Windkraftanlagen benötigt.

Ein Anwohner hat sogar vor vier Wochen einen Antrag an die Stadt Paderborn gestellt, über den Antrag zur Flächennutzungsplanänderung erneut abzustimmen bzw. die Zustimmung zurückzunehmen. Bis heute keine Reaktion vonseiten der Stadt Paderborn!

Wie auch schon im Artikel vom 28.08.2025 erwähnt, kritisieren wir hauptsächlich die mangelnde Information, Kommunikation und Bürgernähe der Stadt Paderborn!

Der Antrag auf Flächennutzungsplanänderung für den Bau von drei Windkraftanlagen im Sander Bruch (nicht zu verwechseln mit der Fläche für Windkraftanlagen im Brachvogelgrund) wurde schon am 25.03.2024, also vor eineinhalb Jahren, gestellt. Spätestens mit Eingang des Antrags hätte die Stadt Paderborn uns Bürger schon informieren können!

Über ein Jahr später im Juli 2025 bei der Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten Herrn Strate im Garten unseres Ortsvertreters Robert Siemensmeyer waren wir es, die auf die Politik zugegangen sind und das Gespräch gesucht haben. Die politischen Vertreter vor Ort konnten uns zu diesem Zeitpunkt keine ausreichende Information über das geplante Vorhaben geben.

In dem Artikel wird geschrieben, dass das Unternehmen Bemühungen zu einem Gespräch angestrebt hat und eine Einladung unserseits ausgeschlagen wurde.

Nicht geschrieben wurde, warum die Einladung ausgeschlagen wurde!

Die Firma Wüseke ist ein seit langen Jahren ortsansässiges Unternehmen. Zwischen Wüseke und uns Sandern bestehen zahlreiche persönliche Verbindungen, Freundschaften und auch Arbeitsverhältnisse. Dadurch kommt es innerhalb dieser Gruppen zwangsläufig zu Gesprächen. Ein offiziell verabredetes Gespräch könnte jedoch Konfrontationen hervorrufen, die keiner von uns wünscht.

Zudem wurde uns am 26.09.2025 von Robert Siemensmeyer und Herrn Strate ein Gespräch nur mit Vertretern der Stadt Paderborn zugesagt. Auch bei diesem Gespräch wurde erneut darauf hingewiesen, warum wir kein Gespräch mit der Firma Wüseke suchen.

Trotzdem wollte Robert Siemensmeyer uns zu einem Gespräch mit der Firma Wüseke zusammenbringen. Dieses haben wir dann aus den erläuterten Gründen ausgeschlagen.

Des Weiteren wird in dem Artikel erwähnt, dass das Verfahren für die Flächennutzungsplanänderung für Windkraftanlagen in der Zuständigkeit der Stadt Paderborn liegt: Insofern ist in erster Linie doch der Dialog mit der Stadt Paderborn zu suchen und nicht mit dem Unternehmen.

Wir fragen uns, warum wir im Bericht in einer Weise dargestellt werden, die den Eindruck erweckt, wir seien radikal oder nicht gesprächsbereit. DAS GEGENTEIL IST DER FALL!

Die Anfrage der Zeitung erreichte uns erst kurz vor der Veröffentlichung des Artikels. Der Eindruck drängt sich auf, dass trotz unserer Rückmeldung zur Gesprächsbereitschaft der Beitrag schon weitgehend fertiggestellt war.

Wenn die Presse mit Politikern und Unternehmen spricht, wieso hinterfragt sie nicht auch mal kritisch, z.B.: „Herr Siemensmeyer, wann haben sie denn die Bürger und Anlieger sowie das Unternehmen zu einem Gesprächstermin eingeladen, war das schon 2024? Oder doch erst viel später? Wäre es überhaupt irgendwann passiert, hätte sich keine Kritik geregt, Herr Siemensmeyer“? Denn erst als sich die Kritik an den Plänen zeigte, wurde plötzlich gesagt, man habe sich mehrfach als Vermittler angeboten, ohne Erfolg.

Natürlich ist man mit Veröffentlichung solcher Pläne und Entscheidungen im Serviceportal der Stadt Paderborn der Veröffentlichungspflicht nachgekommen. Aber bei solch weitreichenden Veränderungen und Entscheidungen sollten die Bürger anders informiert und beteiligt werden. Man wird einfach den Eindruck nicht los das hier versucht wurde etwas „durchzuwinken“, ohne groß zu informieren.

Die Presse darf Gespräche mit der Unternehmerseite führen und den Wortlaut auch wiedergeben.

Aber wenn unsere Kritik an die Pläne der Stadt Paderborn im Sander Bruch eine Flächennutzungsplanänderung vorzunehmen, von Unternehmerseite als Hetze gegen das Unternehmen bezeichnet wird, dann ist das falsch. Unsere Kritik, und niemals Hetze, richtet sich einzig und allein an unsere Bürgervertreter, denn die Stadt Paderborn benötigt keine weiteren Flächennutzungsplanänderungen für Windräder!

Fazit: Den offenen Dialog mit uns Bürgern hat einzig und allein die Politik versäumt. Zu keinem Zeitpunkt haben wir gegen Wüseke gehetzt! Wir möchten nicht, dass unnötige Windkraftanlagen in windarmen unberührten Naturbereichen errichtet werden. Im Kreis Paderborn wird der Windenergie schon viel Raum zur Verfügung gestellt. Aus unserer Sicht ist es nicht erforderlich, dass im Sander Bruch zurzeit noch schützenswerte Naturdenkmäler und vorhandene Fauna und Flora durch das Aufstellen von Windkraftanlagen leiden sollen. Zudem muss im Vorfeld des Anlagenbaus auch die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Hierdurch sehen wir weitere schädliche Eingriffe in unsere Natur. Wir möchten klarstellen, dass wir nicht grundsätzlich gegen Windkraftanlagen sind. Allerdings sollte – insbesondere aufgrund der im Kreis Paderborn bereits vorhandenen Windparks – maßvoll abgewogen werden zwischen Erhaltung der Natur und dem Ausbau erneuerbarer Energie. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass der gesetzliche Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohnbebauungen wohl eingehalten wird; allerdings wurde dieser nie an die neueren höheren Windkraftanlagen angepasst. Hier fehlen uns ebenfalls Rücksicht und Augenmaß.

LASS UNS IN VERBINDUNG BLEIBEN!

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