Allmählich wird immer deutlicher, was hier für ein Film läuft. Aber eins nach dem Anderen.
Das Westfalenblatt berichtet am 2.1.2026 unter dem Titel
„Delbrück erteilt Einvernehmen zu neuem Windrad bei Paderborn-Sande“
über „insgesamt drei 262 Meter hohe Windräder sind zwischen Delbrück-Ostenland und Paderborn-Sande geplant“ und dass von der Stadt Delbrück „nun für das dritte Windrad ihr Einvernehmen erklärt“ wurde.
Auf den ersten Blick völlig korrekt, wenn man sich nur auf den Bereich Brachvogelgrund konzentriert. Wenn man allerdings von insgesamt spricht, sollte man auch erwähnen, dass in und um Sande 11 Windgiganten geplant sind (es wurde wie wir berichteten, auch schon von einer 12. gesprochen). Und von diesen 11 Anlagen befinden sich 6 auf Delbrücker Gebiet. Die jetzt genehmigte Anlage war die 4. (in Worten: Vierte!) Anlage, die von der Stadt Delbrück genehmigt wurde. Aber die liegen ja auch in Richtung Delbrück und nicht Richtung Ostenland…
Von der Stadt Paderborn wurden ja auch bereits die fünfte und sechste Anlage der 11 geplanten genehmigt…
Und was will man hier mit dem Wort Einvernehmen darstellen? Das Einvernehmen zwischen Entscheidern und Windrad-Sponsoren? Einvernehmen mit den Betroffenen in und um Sande sicher nicht. Denn wie wir schon an anderer Stelle schrieben: Wir wurden nicht gefragt.
Wie weiter im Westfälischen Volksblatt auch zu lesen war, hatte die Stadt Delbrück zunächst aufgrund der Risiken für das Grundwasser Bedenken und die Genehmigungen nicht erteilt. Schließlich sollen die Anlagen im Wasserschutzgebiet gebaut werden. Nachdem der Stadt Delbrück wohl ein hydrologisches Gutachten vorliegt (welches wir leider nicht im Detail kennen), lautet deren Aussage:
„Mit den vorgelegten Unterlagen bestehen zwar weiterhin Bedenken, dass die beantragte Anlage negative Auswirkungen auf die Wasserversorgung haben wird, es ist auf der Grundlage der neuen Erkenntnisse jedoch davon auszugehen, dass die Anlage dem öffentlichen Belang der Wasserwirtschaft nicht entgegensteht.“
Unser Resümee
Es ist unserer Politik egal, dass das Grundwasser nachhaltig beeinträchtigt wird. Wie kann es sonst sein, dass ein stellvertretender Bürgermeister von Paderborn der in Personalunion auch der Leiter des Wasserwerkes Delbrück-Ostenland ist, trotz der bestätigten Bedenken nicht vehement den Bau von Windkraftanlagen in Wasserschutzgebieten bekämpft? Stattdessen wird auf breiter Front verharmlost, kleingeredet, abgewiegelt und durchgewunken.
Und warum? Geht es etwa um die (zweifelhafte) Prestigeauszeichnung „klimaneutrale Region oder Ort“? (Siehe Artikel im Westfalenblatt vom 20.04.2024) Oder geht es wie so oft einfach nur um Geld? Um gegenseitige Gefallen?
An dieser Stelle möchten wir Euch beispielhaft diese beiden lesenswerten Artikel ans Herz legen:
- Auf der Seite https://www.solarserver.de/2025/06/05/hydrogeologen-gegen-windenergie-in-wasserschutzgebieten/ werden die im Dachverband der Geowissenschaften (DV Geo) organisierten Hydrogeologen zitiert und deren Warnung vor dem Bau von Windenergieanlagen in Wasserschutzgebieten.
- Unter https://gaia-energy.org/windrad-gefaehrdet-die-gesundheit-tkp-at/ ist zu lesen, dass bei der Untersuchung in einem externen Labor 60 Proben von in Rheinland-Pfalz erlegten Wildschweinen (30 Proben von Fleisch und 30 Proben der zugehörigen Leber) untersucht wurden. Bei allen Leberproben waren PFAS Höchstwerte überschritten.
Deren Resümee:
Kurzfristiger Gewinn, langfristiger Schaden, und Ihr habt davon gewusst
(Anmerkung: Hätte auch von uns sein können)

Es gibt einen Kommentar
Leider die typischen Methoden der Windradmafia..siehe Reinhardswald…